Familie Blatter

Donnerstag, 2. November

Endlich ist es soweit. Die lange Vorbereitung hat ein Ende und es kann endlich scharf geschossen werden. Apropos, scharf schiessen. Die ersten Fotos sind wohl zeitgerecht geschossen, aber mit etwas Verspätung publiziert worden. Und wäre da nicht Troubleshooter Reto gewesen, die Aufnahmen wären immer noch nicht auf dem Internet. Insidern sei verraten, dass er hat sich besonders angestrengt hat, denn er möchte nächstes Jahr mit mir oder uns an den NY-Marathon kommen.

Nach einem wie immer mühsamen Ueberseeflug hat uns Big Apple in mancher Hinsicht positiv überrascht. Noch nie sind wir so schnell durch die Immigration gekommen, noch nie hat der Tranfer so reibungslos geklappt und noch nicht mussten wir bei der Startnummernausgabe nur 7 Minuten anstehen. Somit blieb uns bereits am ersten Tag etwas Zeit, zusammen mit Patrick, der hier zu uns gestossen ist, etwas die Gegend zu erkunden.

Quizfrage: Ist es möglich, dass man bei der Gepäckkontrolle ein Windrad auf das Laufband legt und dies 5 Sekunden später bereits vergessen hat????

Antwort: Ja, Frauen !!!!!!!

Freitag, 3. November

Shopping-Day. Nach einem reichhaltigen und feinen Zmorge (Galaxy-Café, Ecke 46th 9Ave) haben wir den Trump Tower besichtigt und anschliessend Nike-Town heimgesucht und ein paar Dollars liegengelassen. Nach dem Mittag sind Patrick und Fabio nach Newark und JFK gefahren, um Heinz Werder und Franz Schmid abzuholen. Ich habe mich mehr oder weniger freiwillig den Frauen ins Einkaufszentrum Newport Pavonia (keine Tax, mit der U-Bahn ab 33th Street Richtung Journal Square) angeschlossen. Dass man ab und zu auch dann noch isst, wenn man eigentlich schon genug hat, haben wir am Abend im Benihana bewiesen.

Samstag, 4. November

The day before. Nach einem kurzen Morgenjogging in den Central Park (Rekognoszieren der Zielankunft; wo muss ich den Endspurt ansetzen) haben wir dem Empire State Building einen Besuch abgestatten. Danach haben die älteren Semester ein wenig das Hotelzimmer amortisiert. Die jüngeren, standfesten haben sich im Central Park vergnügt. Nach einem feinen Nachtessen (Kohlehydrate bei einem Italiener) hat uns das sehr schöne Musical "The Beauty and the Biest" etwas auf andere Gedanken gebracht.

Inzwischen schlafen die beiden Frauen, einer aktualisiert die Webseite und vier sind noch auf der Gasse.

Sonntag, 5. November

Tagwache um 05.45 Uhr anschl. Morgenessen (Eier mit Rösti, Tee und Toast). 07.15 Uhr Abfahrt ins Startgelände. 10.50 Uhr Start. Verrazzano-Brücke: Patrick hängt mich ab - Scheisse. Nach 25 Kilometern hole ich ihn wieder ein - gut so. 30 Km - Fabio taucht unerwartet auf und lässt mich stehen - Scheisse. Km 37 - auch Bethli holt mich ein und deponiert mich wie vor fünf Jahren eingangs Centralpark - noch mehr Scheisse.

Im Ernst: Fabio und Manuela haben einen sensationellen ersten Marathon gelaufen. Auch Patrick, dessen Muskulatur schon bald einmal im Eimer war, hat durchgehalten - super. Bethli ist wie gewohnt eine starke Finisherin mit grosser Willenskraft. Und der Schreiberling? Er hat gemerkt, dass er wieder um ein Jahr langsamer geworden ist.

Montag, 6. November

The day after !!!! Und der hatte es einmal mehr in sich. Keiner, der den Marathon absolviert hat, konnte dies verbergen. Also war ein wenig sightseeing und relaxen angesagt. Dafür eignete sich am besten eine Fahrt zur Freiheitsstatue und ein Bummel durch Chinatown. Zudem liessen wir dieses Bild um 15.30 Uhr um die ganze Welt gehen.