Familie Blatter

17. / 18. Oktober

Stabübergabe in Kloten. Anni, Simone, Seraina und 5 prallgefüllte Koffer kehren aus Florida zurück, sehnlichst erwartet von Andreas und Fabio. Hans und Heinz sind auf dem Absprung nach Las Vegas. 

Erstmals kann ich (dank Georg und Hans) in der Businessklasse nach Amerika reisen und ich geniesse den Flug, das Essen und die Bequemlichkeit so richtig. Leider ist der Anschlussflug von Chicago nach Las Vegas um 2 Stunden verspätet, sodass ich schliesslich erst um 19.30 Uhr Ortszeit ankomme (und somit rund 21 Stunden unterwegs gewesen bin). Bethli und Erika, beide braungebrannt von 3 Wochen Easy-Life in Florida, sowie Hans erwarten mich bereits im Hotel. Der erste Abend und der zweite Tag dienen vor allem zur Besichtigung der grandiosen Hotels. Es ist unwahrscheinlich, was die Amis alles aus dem Boden stampfen.

19. Oktober

Heute haben wir uns wieder der Hotelkunde hingegeben. Caesar's Palace (bisher das schönste), Paris (schnell 20 Bucks verdient beim Blackjack) und das Aladin waren an der Reihe. Der Abend ist megageil. Nach einem superfeinen Filet in Ruth's Chris Steakhouse (aber nicht gerade billig) geniessen wir als Dessert die Show von Siegfried und Roy. Die Standing Ovation am Schluss des Spektakels ist mehr als verdient. Ich muss mich bei Gelegenheit mal bei ihnen erkundigen, wie man Frauen verschwinden lässt.

20. Oktober

Heute bekommen wir Besuch von Rita Egli-Küttel, die seit 9 Jahren mit ihrem Mann in der Nähe von Vegas wohnt, Nähe für amerikanische Verhältnisse. Sie hat ihren Bruder Arno an den Flughafen gebracht. Mit ihr zusammen besuchen wir das Luxor. Danach müssen wir uns schon wieder von ihr verabschieden. Für uns geht es anschliessend ins Excalibur und dann ins Stratosphair-Hotel, wo wir vom Aussichtsturm einen herrlichen Blick auf Las Vegas haben. Bethli, Erika und ich gehen auf die Achterbahn die in luftiger Höhe eingebaut ist. Achterbahn ist zwar nicht der richtige Ausdruck, weil es ja nur in einer Richtung rund um den Turm geht. Am Abend steht für Betrhli und mich Cirque du Soleil auf dem Programm.

21. Oktober

Der letzte ganze Tag in Las Vegas. Wir klappern noch das Venetian ab und geniessen am Nachmittag einen Flug zum Grand Canyon. Am Abend tafeln wir wie die Weltmeister im Stratosphaire-Hotel mit unvergleichlicher Aussicht auf Las Vegas. Nach einem kurzen Besuch von Down Town Las Vegas sind wir alle bettmüde.

Las Vegas ist absolutely geil, aber auch unvergleichlich teuer. Die Dollars fliessen nur so dahin. Ein petit Filet hat heute 35 Dollars + Tax + Trinkgeld gekostet. Dazu kommt der Kartoffelstock mit nochmals 7 Dollars + Tax + Tipps. usw. Der Eintritt bei Siegfried und Roy 110 Dollars. Der Rundflug Grand Canyon 180 Dollars. Das Taxi Hotel - Down Town 20 Dollars. Aussichtsturm des Stratosphair-Hotels mit Achterbahn (1 Minute) 13 Dollars. Eine Photo vor dem Einsteigen beim Rundflug 20 Dollars.

Da reichen die 30 Dollars, die ich netto gewonnen habe, nicht weit. Trotzdem, ich glaube, wir kommen wieder.

22. Oktober

Erika und Hans sind am frühen Morgen wieder nach Naples gereist. Wir haben nach einem kurzen Flug (die Sicherheitskontrollen dauerten länger als der Flug selber) San Francisco erreicht. Leider ist das Wetter und auch die Vorhersage für die kommenden Tage alles andere als gut. Wir werden das beste daraus machen.

Wir logieren im Holiday Inn Down Town, direkt neben China Town. Die Aussicht vom 24. Stock ist sehr schön.

23. Oktober

Vorweg noch schnell eine Story von gestern: Beim Einchecken haben wir gar nicht darauf geachtet, welche Sitzplätze wir haben. Erst beim Einsteigen bemerkten wir, dass Bethli in Reihe 13 und ich in Reihe 24 platziert waren. Na ja, was solls. Dann stellte sich jedoch heraus, dass viele Plätze frei blieben. Ich habe dann Bethli vor dem Start nach hinten geholt und ihr angeboten, am Fenster zu sitzen. Beim Schliessen des Sicherheitsgurtes sagt sie: Da hat aber vorhin ein Dicker gesessen! Ihr könnt Euch ja vorstellen, wer vorher auf diesem Sitz war.

Heute haben wir San Francisco zu Fuss abgeklappert. Ein Stück weit sind wir auch mit der exotischen Cablecar gefahren. San Francisco ist nach wie vor ein tolles, aber auch anstrengendes Pflaster. Das Wetter ist leider nicht allzu gut, zum Glück hat es aber nicht geregnet. Ab morgen sollte es gemäss Vorhersage täglich ein bisschen besser werden.

Beste Grüsse an die Donnerstagabend-Tennisspieler und Jasser (macht mir keine Schande!!!).

24. Oktober

Heute war wieder Sightseeing angesagt, diesmal jedoch geführt. Leider spielt das Wetter immer noch nicht mit und so erscheinen die Fotos nicht im besten Licht. Auch die Temperaturen lassen zu wünschen übrig. 10° und dazu ein steifer Wind, da tut eine warme Dusche so richtig gut. Am Abend werden wir uns noch ein feines Filet im Ruth's Steakhouse leisten und dazu sicher einen feinen kalifornischen Rotwein trinken. Für alle, die uns virtuell begleiten möchten http://www.ruthschris.com.

25. Oktober

Eigentlich haben wir mit Regen gerechnet. Zu unserer Ueberraschung zeigte sich Petrus jedoch von seiner besten Seite. Und auf einmal finden wir ein San Francisco vor, wie wir es noch von unserer USA-Reise 1982 zusammen mit Lilian und Werner in Erinnerung hatten. Die Strassen haben gelebt und die Wolkenkratzer waren eindrücklicher denn je. Dummerweise haben wir auf unserer Shopping-Tour auch dem Nike-Town einen Besuch abgestattet. Wahrscheinlich wäre es günstiger gewesen, wenn wir sämtliche Nike-Aktien aufgekauft hätten.

Morgen geht es dann mit einem Mietauto weiter nach LA, alles schön der Küste entlang.

26. Oktober

Unsere Ferien neigen sich langsam dem Ende zu. Heute haben wir ein Mietauto gefasst und sind auf der eindrücklichen A1 entlang bis nach San Simeon gefahren. Das Wetter hat auch grösstenteils mitgespielt. Ein feines Nachtessen (Filet mit der gemäss Speisekarte "besten Sauce Bernaise, you've ever had"; nicht schlecht, aber nicht zu vergleichen mit der Sauce Bernaise vom Löwen in Mellingen) und ein edler Tropfen aus Santa Barbara beschliessen einen unvergesslichen Tag. Heute Nacht werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt und ich muss, wohl oder übel, mit Bethli eine Stunde länger im Bett bleiben.

27. Oktober

Heute haben wir noch einmal die schöne Gegend an der Westküste Amerikas genossen. Auch ganz nah am Meer waren wir einmal. Zu nah, auf einmal standen wir mitsamt den Kleidern bis zu den Knien im Wasser. In Los Angeles haben wir nach langem Suchen direkt unterhalb Beverly Hills ein Hotel gefunden.

Auf der Fahrt nach LA sind uns viele Motorradfahrer begegnet und wir denken schon daran, Kalifornien noch einmal auf zwei Rädern zu besuchen. Vielleicht findet sich ja jemand, der oder die das auch gerne machen möchten.