Familie Blatter

Töffreise vom 18. - 27. Juli mit Myrtha und Heiri nach Kroatien

10 Tage, 3250 Kilometer, schönstes Wetter, keine brenzligen Situationen - aber eben auch 10 Tage Heiri !

1. Tag

Um 13.30 Uhr geht's los. Im Eiltempo fahren wir über die Flüela und den Ofenpass ins Südtirol. Es hat sehr wenig Verkehr und wir sind bereits um 18.30 Uhr in Lana, wo wir im (teuren) Hotel Pöder Quartier beziehen.

2. Tag

Unsere heutige Tagesroute führt uns über Meran - Hafling - Jenesien - Bozen - Karrerpass nach Canazzei, wo der Mittagshalt angesagt ist. Am Nachmittag überqueren wir den Pso di Fedaia, den Col di Lana und den Pso di Falzarego. Eigentlich wollten wir in der Region von Tolmezzo ein Hotel suchen. Die Region gefällt uns aber nicht, sodass wir uns kurzfristig entschliessen die Fronten wieder zu wechseln. Ueber den Nassfeldpass erreichen wir Hermagor im Gailtal, wo wir ein schönes und günstiges Hotel finden. Nur schade, dass das Dorffest erst am nächsten Abend statt findet.

3. Tag

Ueber den Predil-Pass kommen wir nach Slowenien. Wir passieren Bovec - Kobarid - Tolmin - Idrija und Postojna. Die Strecke gefällt uns ausgezeichnet, der Kitzbraten beim Mittagessen hingegen weniger. Es wird immer wärmer und so sind wir schliesslich froh, dass wir in Novigrad an der Riviera direkt am Meer ein Hotel finden.

4. Tag

Nach einem kurzen Fotohalt in Rovinj stellen wir in Pula fest, dass täglich nur eine Fähre auf die Insel Cres fährt. Also heisst es umdisponieren und wir fahren alles der wunderschönen Küste entlang bis nach Rijeka. Um die Mittagzeit machen wir einen Abstecher von Labin nach Rabac, einem schönen, kleinen Fischerdörfchen. Am späteren Nachmittag erreichen wir Baska auf der Insel Krk, wo wir ein Hotel mit Gottseidank klimatisierten Zimmern finden. Obwohl wir das Gefühl haben, dass hier die Welt nicht mehr weitergeht, ist dieses Dorf von Touristen übersät. Ein feines Znacht und ein guter Wein entschädigen uns für den ungeliebten Rummel.

5. Tag

Früh aufstehen. Die Fähre nach Lopar legt bereits um 07.30 Uhr ab. Im Hotel hat man uns grosszügige Lunchpakete bereit gemacht. Die gemütliche Ueberfahrt dauert rund 1 Stunde. Die Insel Rab ist nur 20 Kilometer lang. Wir verladen unsere Motorräder deshalb nochmals und lassen uns mit der Fähre von Misnjak nach Jablanac fahren. Nun folgt die Fahrt der wunderschönen Küste entlang Richtung Süden. Wir passieren Hunderte von kleinen Buchten. Das Wasser ist türkis und bei 35° Aussentemperatur würde man am liebsten immer wieder anhalten und hineintauchen. Die Strecke nach Sibenik ist eintönig und trostlos. In Skradin finden wir zum Glück schnell ein Hotel. Heiri ist müde und die Sonne hat seinem Hirni zugesetzt. So können wir uns aber der warmen Kleider entledigen und in Shorts zu den Wasserfällen der Krka fahren.

6. Tag

Es geht wieder obsi, bzw. Richtung Norden.Ueber die sehr gut ausgebauten Strassen gelangen wir bereits um die Mittagszeit nach Plitvicka Jezera. Am Nachmittag besichtigen wir den einmaligen Nationalpark, in dem die Winnetou-Filme gedreht wurden. Die Seen und die Wasserfälle sind einfach phantastisch. Alles ist noch bzw. wieder unberührt. Am Abend fahren wir zum Essen ins nächste Dorf. Auf der Rückfahrt hat Heiri seinen grossen Auftritt. Er darf für einmal vorausfahren .... und prompt findet er das Hotel nicht mehr!!!

7. Tag

Wir stehen wieder einmal früh auf, weil wir heute nach Kärnten gelangen möchten. Ueber Karlovac - Novo Mesto und Liubliana (die Kriegswunden sind auf dieser Strecke nicht zu übersehen) kommen wir an den Seebergsattel, wo eine Holländische Autofahrerin beinahe unsere Tour beendet. Die Grenzpassage nach Oesterreich ist an einer Steigung. Sie steht vor uns und das Anfahren hat sie gar nicht im Griff und rollt rückwärts. Ein paar Zentimeter vor uns kommt sie zum stehen. Vorsichtshalber rollen wir vor dem nächsten Versuch ein paar Meter zurück und sind auf einen weiteren Angriff gefasst. In Ferlach statten wir Melitta und Sepp Jagoutz einen Besuch ab. Quartier beziehen wir im Landgasthof Plöschenberg oberhalb von Köttmannsdorf. Das Zimmer mit Frühstück kostet lediglich 58 Euro. Und auch die Knoblauchsuppe ist nicht zu verachten. (Ach ja, heute hat es in der Region Klagenfurt etwa 5 Minuten ganz leicht geregnet!!!)

8. Tag

Leider können wir in Plöschenberg nur eine Nacht bleiben. Im Tal finden wir jedoch eine kleine Pension, dessen Zimmer gerade renoviert wurden. Und es wird immer billiger, das Zimmer mit Frühstück kostet gerade mal 40 Euro. Super, so können wir uns ein zusätzliches Dessert leisten! Unsere heutige Ausfahrt führt uns nach Velden, dann dem Wörthersee entlang nach Pörtschach - Villach - Feldkirchen - Turracher Höhe - Predlitz - Steindorf und Flattnitz, wo wir in einer kleinen Jausenstation Halt machen. Am Nachmittag gelangen wir ins malerische Gurktal. Für die Besichtigung der eindrücklichen Burg Hochosterwitz haben wir noch keine Zeit, sind wir doch mit Hanni und Ueli Stössel verabredet, die in Krumpendorf am Wörthersee Urlaub machen. Zum Nachtessen sind wir dann bei Melitta und Sepp eingeladen.

9. Tag

Heute steht die Königsetappe auf dem Programm. Durchs Rosental nach Hermagor, wo wir "unserem" Café nochmals einen Besuch abstatten müssen. Danach über Kötschach - Lienzer Dolomiten - Silian - Bruneck - Val Badia - Pso di Valparola - Pso di Pordoi - Pso di Sella - Kastelruth - Bozen - Meran - St. Leonhard (mit neuem Kreisel) - Timmelsjoch - Sölden. 450 Kilometer, Pässe und Kurven noch und noch. In Sölden feiern wir noch den kleinen Timon, der Myrtha und Heiri zum zweitenmal zu Grosseltern gemacht hat.

10. Tag

Die Frage lautete, kommen wir aufgrund der Wetterprognose trocken nach Bremgarten. Durch das Oetztal - Arlbergpass - Feldberg gelangen wir nach Hause, und dies ohne einen Regentropfen.

Fazit

eine Supertour. Anstrengend, aber unvergesslich. Danke auch Myrtha und Heiri für die Begleitung und natürlich auch meiner Beifahrerin Bethli, die wahrscheinlich ab und zu wegen meiner (zu sportlichen) Fahrweise leer schlucken musste.